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Wider dem Arbeitskräftemangel
 

Aus dem Fachkräftemangel ist längst ein Arbeitskräftemangel geworden? Wo liegen die Ursachen? Was können wir dagegen tun? Auch wir stellen uns zunehmend diesen Fragen.

Es ist nicht so, dass die Arbeitskräfte nicht da wären. Sie sind nur woanders. Die Arten und Möglichkeiten, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, haben sich stark verändert. Sie sind vielfältiger und einfacher geworden. Unzählige neue Berufe sind entstanden. Auch die Anforderungen an den Job, an die Berufstätigkeit unterliegen seit Jahren drastischen Veränderungen. Viele haben sich Jobs gesucht, in denen die Rahmenbedingungen besser sind, arbeiten nun selbstbestimmter, zu familienfreundlichen Zeiten, sind wahlweise ihr eigener Chef oder tragen weniger Verantwortung. Viele verdingen sich über lukrative Online-Jobs, vertreiben Kosmetik, Reinigungsmittel, Finanzdienstleistungen und ähnliches. Oder – und das ist der  ungünstigste Fall – kommen auch ohne Ausbildung und Arbeit bislang ganz gut über die Runden.

Was individuell oft nachvollziehbar ist, hat gesamtgesellschaftlich katastrophale Auswirkungen. Denn wenn jeder SEIN Ding macht, ist das oftmals mit einem (scheinbaren) Anstieg der persönlichen Lebensqualität verbunden. Doch wir alle werden von den Folgen eingeholt. Sie äußern sich durch eingeschränkte Öffnungszeiten im Restaurant und im Kindergarten, längere Wartezeiten auf einen Facharzttermin und eine Reparatur in der Werkstatt, kaum zu leistende Qualität und Quantität  in Krankenhäusern und in Seniorenheimen. Inzwischen sind wir alle zunehmend vom Personalmangel auf dem Arbeitsmarkt betroffen. Noch ist es  selbstverständlich für uns, dass in maximal 12 Minuten ein Rettungswagen mit erstklassig ausgebildeten Spezialisten zu Hilfe eilt, wenn wir in eine Notsituation geraten. Es ist selbstverständlich, dass Ärzte und Pflegepersonal an allen Tagen rund um die Uhr die Vollversorgung absichern, dass die Feuerwehren stets einsatzbereit sind. Wir gehen davon aus, dass das Paket am nächsten Tag geliefert wird usw. usw. Wie lange können wir diese Standards halten?

Für all dies braucht es Menschen, die sich diesen Aufgaben stellen. Die ihre Berufung in Berufen finden, die systemrelevant sind. Wir müssen essen, wohnen, benötigen Bildung, medizinische Versorgung, Pflege, die Dachdeckerin genauso wie den Klempner, die Lehrerin, den Müllwerker oder die Verkäuferin.

Selbst einfachste Hilfsarbeiterstellen sind kaum noch zu besetzen. Die Arbeitgeber greifen verzweifelt nach jedem Strohhalm. Auch wir versuchen eine ausreichende Personaldecke in unseren Einrichtungen zu schaffen und zu erhalten. Dabei spielen Wertschätzung und Lukrativität eine ebenso große Rolle wie vernünftige und attraktive Rahmenbedingungen, die  für eine ausgewogene Balance sorgen. Die Löhne steigen dank des PATT seit Jahren kontinuierlich. Bessere Personalschlüssel fordern auch wir. Doch ist es ebenso falsch, die Verantwortung für bessere Rahmenbedingungen ausschließlich bei "denen da oben" zu suchen.  

Es liegt auch an uns, dass sich (wieder) mehr Menschen ihrer Verantwortung für das Gelingen unserer Gesellschaft bewusstwerden. Dass sie einen Anteil an der Gesellschaft und dem Wohlstand von morgen haben. Wir müssen dafür sorgen, dass die Personaldecke größer wird, damit sie für alle reicht und nicht ganz kaputt geht, weil zu viel hin und her gezerrt wird.

Und dafür brauchen wir SIE! Lassen Sie uns aufzeigen, wieso es lohnenswert ist, sich in die Gesellschaft einzubringen. Wieso es auch außerhalb von Corona-Lockdowns erstrebenswert sein kann, systemrelevant zu sein. Zeigen Sie mit ihrem Gesicht und ihrer Geschichte, wieso es sich lohnt, das zu tun, was sie täglich tun. Es liegt an uns allen, zu zeigen, dass es sexy ist, sagen zu können: „Ich kann was. Ich bin Teil des Ganzen. “ Zeigen Sie es in der Familie, im Freundeskreis, in den sozialen Medien. Sie können stolz sein auf das, was Sie tun. Vielleicht schaffen wir es so, den einen oder anderen dazu zu bringen, sich der sozialen Arbeitswelt (wieder) zuzuwenden und schon bald Sie, Ihr Team und unsere Gesellschaft zu unterstützen.



 
 
Aktuelles aus dem Jugendsozialwerk
Für eine Pizza nach Stuttgart?
 
International. Ein Hauptziel von internationalen Projekten ist immer wieder: Netzwerkbildung und interkultureller Austausch. Es geht darum, das Teilnehmende langfristig kooperieren und von Projekten profitieren. Wie lang "langfristig" sein kann, hat Rüdiger Neitzke neulich erfahren...
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Neue Ausstellung im Familienzentrum
 
Nordhausen. "Kunst im Familienzentrum - Wieso das denn?", wird sich manch einer fragen. Weil Kunst Therapie sein kann und weil das Familienzentrum ein Ort ist, der Menschen dabei hilft, mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen. Matthias Ertmer zeigt mit seiner Kunst, dass das durchaus funktionieren kann.
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Nur gemeinsam kommen wir ans Ziel
Parkfest 2023
 

Wülfingerode. Bei bestem Kaiserwetter zog es wieder hunderte begeisterte Menschen aus ganz Deutschland in das kleine Wülfingerode. Für die Kleinen gab es eine tolle Stempel-Sammel-Rallye, interessante Mitmach-Angebote oder Stockbrot am Lagerfeuer. Alles bestens organisiert und umgesetzt durch all die Menschen, die in den Einrichtungen der Jugendsozialwerk Nordhausen gGmbH arbeiten und leben. Leckeres Essen, viel Musik und ganz viele bekannte Gesichter aus vergangenen Tagen, die viel zu berichten hatten. Schön war's!

 
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Freitags 6. Stunde: Schule mal anders!

 

Wolkramshausen. Schulsozialarbeiterin Paulin Meder ging mit den Kindern der 7. Klassen auf Spurensuche. Woher kommen die Rohstoffe für unsere Kleidung bei H&M und Co.? Wer ist daran beteiligt? Wer profitiert am meisten? Und ist es für alle Beteiligten ein faires Geschäft? Gemeinsam ging man der Sache auf den Grund und fand auch Antworten auf die Fragen, welchen Beitrag man selbst leisten kann für mehr Nachhaltigkeit. Etwa 2 Stunden lang wurden Hintergründe erforscht und eigene Gewohnheiten reflektiert.

 

 

 
 
Nur gemeinsam kommen wir ans Ziel
Erfolgreicher Firmenlauf
 

Rudolstadt.

Zusammen. Leben. Lernen.

 

"Dieses Gemeinschaftsding ist nichts, was wir uns nur auf die Fahnen schreiben. Wir sind eine Gemeinschaftsschule, weil wir das Leben in Gemeinschaft so lieben und es sich so am besten lernen lässt."

 

Das vermitteln wir unseren Schülerinnen und Schülern. Aber auch wir als Team können nur auf diese Weise gut funktionieren. Deshalb hieß es für uns:

Zusammen. Laufen. Lachen

 
 
 
Neue Tagespflege eröffnet
 
Bleicherode. Die soweno-Familie ist nun endgültig um ein neues Mitglied reicher. Die Tagespflege "Glück auf" komplettiert ab sofort das Pflegeangebot in Bleicherode. Neben der ambulanten Betreuung und dem stationären Seniorenheim steht nun mit der Tagespflege auch eine teilstationäre Einrichtung zur Auswahl. Wir wünschen der neuen Leiterin Johanna Kretzschmar viel Erfolg und gutes Gelingen!

Weitere Informationen finden Sie auf www.soweno.de
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Marokkanische Delegation zu Besuch
 

Nordhausen. Der fachliche und interkulturelle Austausch mit Partnerorganisationen aus Marokko und staatlichen Institutionen gehört seit vielen Jahren zum Jugendsozialwerk. Nun besuchten uns unsere marokkanischen Freunde in Nordhausen. 

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